Die Macht der Temperaturen
Getriebetausch unter erschwerten Bedingungen – mit Teamwork und cleverer Lösung zum Erfolg
Enge Platzverhältnisse, schwere Bauteile und ein straffer Zeitplan: Bei einem Getriebetausch in einem Industriewerk war das FEBO-Team einmal mehr gefordert. Dank Erfahrung, Teamarbeit und einer cleveren Idee konnte das Projekt erfolgreich und termingerecht abgeschlossen werden.
Nach einer Vor-Ort-Besichtigung und intensiver Planung erhielt FEBO den Auftrag, zwei Walzwerke umzubauen. Ziel war es, ein bestehendes Getriebe inklusive Stahlplattform zurückzubauen und durch ein Getriebe samt Plattform aus einer anderen Anlage zu ersetzen.
Die Bedingungen vor Ort waren anspruchsvoll: enge Transportwege, unterkellerte Anlagenbereiche, wenig Montagefläche und hohe Temperaturen. Hinzu kam ein enges Zeitfenster für die Umsetzung.
Schwerstarbeit auf engstem Raum
Zunächst wurden zwei Kardanwellen mit jeweils rund einer Tonne Gewicht sowie ein etwa acht Tonnen schweres Getriebe und der Antriebsmotor demontiert. Anschließend musste die vorhandene Stahlplattform angepasst und mit einer neuen Flanschplatte versehen werden.
Parallel dazu erfolgte der Rückbau des Tauschgetriebes inklusive Plattform an der zweiten Anlage sowie der Transport zum neuen Einbauort. Bei den Schneid- und Schweißarbeiten wurde FEBO durch einen erfahrenen Partner aus dem Anlagenbau unterstützt.
Wenn nichts mehr geht, helfen Kälte und Wärme
Die größte Herausforderung zeigte sich bei der Montage der neu angefertigten Antriebswellenadapter. Während sich der erste Adapter noch mit Wärme und mechanischen Hilfsmitteln montieren ließ, saß der zweite plötzlich fest. Nur mit erheblichem Aufwand konnte er wieder vom Getriebezapfen entfernt werden.
Als die herkömmlichen Montageverfahren an ihre Grenzen stießen, hatte das Team eine entscheidende Idee: Trockeneis und ein heißes Ölbad.
Der Getriebezapfen wurde mithilfe von Trockeneis stark abgekühlt, während der Adapter in einem Ölbad erhitzt wurde. Durch den Temperaturunterschied sollte sich der Zapfen zusammenziehen und der Adapter ausdehnen.
Nach rund sechs Stunden Wartezeit kam der entscheidende Moment: Der Adapter ließ sich erfolgreich aufziehen und in seine endgültige Position bringen.
Gemeinsam zum Erfolg
Dank des großen Engagements aller Beteiligten, der guten Zusammenarbeit mit der betrieblichen Instandhaltung und dem Einsatz bewährter Montagetechniken konnte FEBO die Anlage termingerecht übergeben.
Das Projekt zeigt einmal mehr: Auch unter schwierigsten Bedingungen lassen sich anspruchsvolle Aufgaben lösen – mit Erfahrung, technischem Know-how, Teamgeist und der richtigen Idee im entscheidenden Moment.




